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MedienmitteilungVeröffentlicht am 25. Juni 2026

Der Internationale Währungsfonds lobt die Widerstandsfähigkeit der Schweizer Wirtschaft

Bern, 25.06.2026 — Zum Abschluss seiner jährlichen Konsultationen mit der Schweiz betont der Internationale Währungsfonds (IWF) die Bedeutung der starken Institutionen und angemessenen wirtschaftspolitischen Rahmenbedingungen in der Schweiz. In einem schwierigen aussenwirtschaftlichen Umfeld stützen sie die Stabilität und das Wachstum.

Für 2026 prognostiziert der IWF ein gesamtwirtschaftliches Wachstum von 0,8 % (real, Sportevent-bereinigt) und für 2027 eine moderate Erholung von 1,5 %. Die Inflation ist weiterhin niedrig und sie bleibt auch im Prognosezeitraum innerhalb des Bereichs, den die Schweizerische Nationalbank (SNB) mit Preisstabilität gleichsetzt. Die aktuelle Geldpolitik der SNB und ihre geldpolitische Strategie werden als angemessen beurteilt. Die aussenwirtschaftliche Lage der Schweiz für das Jahr 2025 bewertet der IWF als weitgehend im Einklang mit den mittelfristigen Fundamentaldaten und geeigneten wirtschaftspolitischen Massnahmen.

Der IWF hebt hervor, dass die Schuldenbremse ein verlässlicher Anker für nachvollziehbare und disziplinierte Haushaltspolitik ist. Auch schafft sie ausreichenden Handlungsspielraum und ist flexibel genug, um ausserordentliche Ausgaben zu ermöglichen. In der kurzen Frist wird die Finanzierung der 13. AHV-Rente und der steigenden Verteidigungsausgaben zentral sein. Mittel- bis längerfristig wird der finanzpolitische Druck zunehmen, da der demografische Wandel bei den Renten und der Gesundheitsversorgung sowie der Übergang zu einer CO2-armen Wirtschaft den öffentlichen Ausgabenbedarf erhöhen. Das Entlastungspaket 2027 sieht der IWF als positiven Schritt. Er hält aber auch fest, dass für die Finanzierung der AHV und weiterer Verteidigungsausgaben höhere Steuereinnahmen nötig sein dürften.

Der IWF begrüsst die anhaltenden Bemühungen der Behörden, das Too-Big-To-Fail (TBTF) Regelwerk zu stärken und den Public Liquidity Backstop (PLB, staatliche Liquiditätssicherung) einzuführen, da diese Massnahmen – sobald vollständig verabschiedet und umgesetzt – die Finanzstabilität stärken werden. Der Vorschlag, wonach die Schweizer global systemrelevanten Banken (G-SIBs) ihre ausländischen Tochtergesellschaften vollständig mit CET1-Kapital absichern müssen, wird vom IWF als zielgerichtete Massnahme unterstützt und entspricht den Empfehlungen des Financial Sector Assessment Program (FSAP) von 2025. Der IWF sieht ferner Spielraum für Verbesserungen des Risikomanagements und des regulatorischen Rahmens im Zusammenhang mit zunehmenden Cyberrisiken.

Die regelmässige Beurteilung der Wirtschafts- und Finanzlage seiner Mitgliedsstaaten im Rahmen der sogenannten Artikel-IV-Konsultation ist ein wichtiger Bestandteil der wirtschafts­politischen Überwachungstätigkeit des IWF. Der vollständige Bericht des IWF wird im Herbst vorliegen.