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MedienmitteilungVeröffentlicht am 1. September 2026

Postpartale Depression: Jede sechste Mutter ist betroffen

Bern, 01.09.2026 — Weltweit erleiden Millionen von Frauen eine postpartale Depression. Sie beeinträchtigt nicht nur die Mütter, sondern wirkt sich auch negativ auf die gesunde Entwicklung des Kindes und das Wohlbefinden der ganzen Familie aus. Obwohl die postpartale Depression zunehmend Beachtung findet, wird sie nach wie vor zu selten diagnostiziert und unzureichend behandelt, auch in der Schweiz.

Im Policy Brief Nr. 10 werfen Sonja Merten, Mitglied der Eidgenössischen Kommission für Familienfragen (EKFF), und ihre Kollegin Irene Falgas Bague ein Schlaglicht auf die Problematik der postpartalen Phase. Sie nennen die häufigsten Risikofaktoren und beschreiben die Symptome einer postpartalen Depression und wie sie sich vom Baby Blues unterscheidet. Zudem geben sie einen Überblick über die Situation in der Schweiz und sprechen Empfehlungen an die Behörden aus: landesweite Datenerhebung, systematische Früherkennung, aber auch die Stärkung der vernetzten Betreuung und die Schaffung niederschwelliger Angebote. Die beiden Autorinnen sprechen sich für die Einführung einer angemessenen, für beide Elternteile gleichberechtigteren Elternzeit aus sowie eine Erwerbsausfallentschädigung von 100 Prozent des Einkommens während der gesamten Dauer des Arbeitsverbots.

Gesellschafts- und familienpolitische Fragen

Die EKFF ist eine unabhängige beratende Kommission, die sich für familienfreundliche Rahmenbedingungen einsetzt. Als Fachkommission stellt die EKFF der Politik und den Bundesbehörden Fachwissen im Bereich Familienpolitik bereit. Die EKFF publiziert regelmässig Kurzdokumente (Policy Briefs) zu familienrelevanten Themen.

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https://ekff.admin.ch/publikationen/policy-briefs