Die Schweiz und Deutschland vertiefen ihre Zusammenarbeit in Forschung und Innovation
Bern, 30.09.2026 — Am 30. September 2026 fand in Bern das 17. Bilaterale Treffen zwischen dem Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation und dem deutschen Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt statt. Dabei unterzeichneten Staatssekretärin Martina Hirayama und Staatssekretär Marcus Pleyer eine Absichtserklärung, die eine verstärkte Zusammenarbeit der beiden Länder im Bereich Forschung und Innovation zum Ziel hat.

Die Delegationen der beiden Länder nutzten das in der Regel alle zwei Jahre stattfindende Treffen für den Austausch über aktuelle Entwicklungen in den Bereichen Forschung und Innovation und den möglichen Ausbau der Zusammenarbeit in diesen Bereichen. Die Schweizer Delegation wurde von Martina Hirayama, Staatssekretärin für Bildung, Forschung und Innovation, geleitet, die deutsche von Marcus Pleyer, Staatssekretär im Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt. An den Gesprächen nahmen auch Vertreterinnen und Vertreter von Institutionen beider Länder teil.
Ein besonderer Fokus der Gespräche lag auf der Förderung von Innovation und der Zusammenarbeit in Schlüsseltechnologien. Vor diesem Hintergrund unterzeichneten die Schweiz und Deutschland am Schluss des Treffens eine Absichtserklärung zur verstärkten Zusammenarbeit in Forschung und Innovation. Damit bekräftigen die beiden Länder ihren Willen, die bereits engen und vielfältigen Beziehungen weiter zu stärken und neue Kooperationsmöglichkeiten zu erschliessen. Im Fokus stehen insbesondere u.a. Themen wie Digitalisierung, Künstliche Intelligenz, Nachhaltigkeit und Robotik. Das MoU schafft einen Rahmen für einen verstärkten Austausch zwischen Forschenden und Institutionen und die Entwicklung und Umsetzung gemeinsamer Aktivitäten.
Deutschland ist im Bereich Bildung, Forschung und Innovation das mit Abstand wichtigste Partnerland der Schweiz. Die intensive Zusammenarbeit und exzellente Vernetzung zwischen Forschenden sowie Forschungs- und Innovationsinstitutionen der beiden Staaten zeigen sich unter anderem in den bislang knapp 1300 deutsch-schweizerischen Projektkooperationen, die im Rahmen des EU-Programms für Forschung und Innovation Horizon Europe (Laufzeit 2021–2027) finanziert werden. Vom Schweizerischen Nationalfonds wurden zudem seit 2020 über 4600 Projekte mit Partnern aus Deutschland gefördert. Auch über die Forschungsinitiative EUREKA wurden seit 1985 insgesamt über 200 Projekte mit Beteilungen aus der Schweiz und Deutschland realisiert. Seit 1937 besteht zudem ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung von beruflichen Abschlüssen. Dieses wurde im Jahr 2021 unter Berücksichtigung der Entwicklungen in der Berufsbildung aktualisiert und bezüglich des Anwendungsbereichs erweitert.
