European Police Chiefs Convention: Für mehr Sicherheit in Europa
Bern, 01.10.2026 — Das Bundesamt für Polizei (fedpol) nahm gemeinsam mit insgesamt über 500 Polizeichefinnen und -chefs sowie ihren Delegationen an der diesjährigen European Police Chiefs Convention bei Europol in Den Haag teil. Im Fokus standen unter anderem der Einsatz künstlicher Intelligenz zur Bekämpfung organisierter Kriminalität, neue Formen des Extremismus sowie der Umgang mit Desinformation in einem zunehmend herausfordernden geopolitischen Umfeld.
Einmal jährlich kommen bei Europol Hunderte Vertreterinnen und Vertreter von Polizeien und weiteren Sicherheitsbehörden aus Europa und darüber hinaus zusammen. Die Schweiz war an der diesjährigen European Police Chiefs Convention mit einer Delegation unter der Leitung von fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés vertreten. Im Zentrum der Diskussionen standen aktuelle und künftige Herausforderungen für die Bekämpfung krimineller Netzwerke: Best Practices und Risiken beim Einsatz künstlicher Intelligenz, die zunehmende Online-Radikalisierung und damit verbundene neue Extremismusformen – darunter der nihilistische Gewaltextremismus – sowie der Umgang mit Desinformation.
«Die Polizeien sehen sich mit einer zunehmenden Hybridisierung konfrontiert: Kriminelle Netzwerke arbeiten so eng wie noch nie zusammen, Ideologien vermischen sich und bei alledem wirkt die Digitalisierung wie ein Katalysator. Umso wichtiger sind die enge Zusammenarbeit mit Europol und unseren ausländischen Partnerbehörden, ein wachsames Auge für neue Entwicklungen und die Entschlossenheit, neue Wege zu gehen – etwa mit technologischen Innovationen», betont fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés.
Bilateraler Austausch mit vierzehn Staaten
fedpol tauschte sich während der Konferenz in bilateralen Gesprächen mit Vertreterinnen und Vertretern von vierzehn Staaten über die gemeinsame Bekämpfung der organisierten Kriminalität und ihrer verschiedenen Ausprägungen aus. Gespräche fanden unter anderem mit Frankreich, Grossbritannien, Italien, Spanien und Rumänien statt. Mit den Schengen-assoziierten Staaten Fürstentum Liechtenstein, Island und Norwegen wurde insbesondere die Weiterentwicklung und Ausweitung der Zusammenarbeit mit Europol diskutiert. Dies war auch Gegenstand eines bilateralen Gesprächs mit Jürgen Ebner, dem Acting Executive Director von Europol.
Zusammenarbeit bei der Bekämpfung der organisierten Kriminalität weiter vertiefen
fedpol führt diesen Austausch im kommenden Jahr weiter und organisiert im Auftrag von Bundesrat Beat Jans und KKJPD-Präsidentin Karin Kayser-Frutschi sowie mit Unterstützung von KKPKS-Präsident Matteo Cocchi im Februar 2027 das erste «Swiss Forum on Organised Crime». Unter der Leitung von fedpol-Direktorin Eva Wildi-Cortés bringt das Forum die zentralen Akteure der inneren Sicherheit der Schweiz mit internationalen Partnerbehörden sowie Vertreterinnen und Vertretern aus Politik, Wissenschaft und Privatwirtschaft zusammen. Zu den bestätigten internationalen Gästen gehört unter anderem der Acting Executive Director von Europol.
