Die Schweiz an der 114. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz
Bern, 06.05.2026 — Die Schweiz nimmt an der 114. Tagung der Internationalen Arbeitskonferenz (IAK) teil, die vom 1. bis 12. Juni 2026 stattfindet. Der Bundesrat hat am 6. Mai 2026 die Mitglieder der tripartiten Delegation (Arbeitgeber, Arbeitnehmende, Regierung) ernannt, die die Schweiz an dieser Tagung vertreten werden.
Die IAK wird eine zweite Normensetzungsberatung über menschenwürdige Arbeit in der Plattformökonomie abhalten. Die Schweiz wird sich bei diesem Thema für ein Übereinkommen und eine Empfehlung einsetzen, die der Vielfalt der entsprechenden Wirtschaftsmodelle Rechnung tragen. So wird sie insbesondere darauf achten, dass bei einer digitalen Arbeitsplattform beschäftigte Erwerbstätige das gleiche Schutzniveau geniessen wie Arbeitnehmende mit einem vergleichbaren Beschäftigungsstatus.
Ausserdem wir die Schweiz an einer allgemeinen Aussprache zur Förderung der transformativen Agenda für Geschlechtergleichstellung in der Welt der Arbeit teilnehmen. Sie wird sich für den Zugang von Frauen zum Arbeitsmarkt, Lohngleichheit sowie den Zugang zu Sozialschutz für alle stark machen und wird auch ihre Erfahrungen bei der Bekämpfung von Geschlechter- und wirtschaftlichen Ungleichheiten teilen.
Die IAK wird einen Bericht der Internationalen Arbeitsorganisation zu sozialem Dialog und Dreigliedrigkeit behandeln. Dabei wird die Schweiz mit Nachdruck auf die Bedeutung von Gesamtarbeitsverträgen zur Festlegung wesentlicher Arbeitsmarktbedingungen, wie etwa der Löhne, hinweisen.
Die Regierungsdelegation wird von Jérôme Cosandey, Leiter der Direktion für Arbeit im Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), angeführt. Die Delegation der Arbeitgeber wird von Blaise Matthey geleitet, Special Advisor for Labour Affairs, Fédération des Entreprises Romandes, Genf, und jene der Arbeitnehmenden von Gabriela Medici, Co-Sekretariatsleiterin des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB), Bern.
