Ukraine: Schweiz unterstützt die Sicherung der Getreideernte
Bern, 23.09.2026 — Die Schweiz unterstützt ein Projekt der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) zur Sicherung der ukrainischen Getreideernte sowie zur Vorbereitung der nächsten Aussaat mit 3 Millionen Franken. Zusätzliche Lagerkapazitäten sollen Ernteverluste verhindern und die Existenz landwirtschaftlicher Betriebe in kriegsbetroffenen Regionen sichern. Das Vorhaben war auch Thema der Gespräche des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, während seines Besuchs in Kyjiw vom 20. bis 23. September 2026.
Russische Angriffe auf Transportschiffe im Schwarzen Meer, Hafenanlagen und landwirtschaftliche Infrastruktur erschweren die Lagerung und Ausfuhr ukrainischer Agrarprodukte. Dadurch drohen Teile der anstehenden Ernte zu verderben. Die Schweiz beteiligt sich an einem FAO-Programm, welches temporäre Lagerkapazitäten für Getreide und Ölsaaten bereitstellt sowie kleinere Landwirtschaftsbetriebe in der Vorbereitung der nächsten Aussaat finanziell unterstützt. Zum Einsatz kommen spezielle Lagerbehälter, in denen die Ernte über mehrere Monate aufbewahrt werden kann. Solche Folienschläuche erhöhen die Flexibilität beim Export und tragen somit auch zur Ernährungssicherheit in anderen Ländern bei. Kleinere Betriebe erhalten zudem Unterstützung in der Beschaffung von Saatgut und Produktionsmitteln für die nächste Aussaat.
Die Unterstützung erfolgt auf Ersuchen der ukrainischen Regierung. Sie trägt dazu bei, die landwirtschaftliche Produktion aufrechtzuerhalten und die Versorgung der ukrainischen Bevölkerung sowie internationaler Märkte zu sichern. Zugleich ergänzt sie die Schweizer Unterstützung für die humanitäre Minenräumung, zu deren Zielen auch die Wiederherstellung landwirtschaftlicher Flächen gehört.
Treffen zur Umsetzung des Länderprogramms
Während seines Besuchs sprach der Delegierten des Bundesrates für die Ukraine, Jacques Gerber, mit dem ukrainischen Landwirtschaftsminister über die Unterstützung des Agrarsektors. Zudem traf er die Digitalministerin, den Wiederaufbau-, Infrastruktur- und Verkehrsminister, den Minister für Gemeinden, territoriale Entwicklung und Binnenvertriebene sowie den Bildungs- und den Wirtschaftsminister. Im Zentrum der Gespräche stand die weitere Umsetzung des Schweizer Länderprogramms.
Das Länderprogramm Ukraine 2025–2028 umfasst 1,5 Milliarden Franken. Es fördert die wirtschaftliche Erholung, stärkt die öffentlichen Dienstleistungen und unterstützt den Schutz der Zivilbevölkerung.
Weblink:
Unterstützung des Bundes für die vom Krieg in der Ukraine betroffenen Menschen (EDA)
Ukraine (SECO)
Ukraine (DEZA)
Kontakt/Rückfragen:
Büro des Delegierten des Bundesrates für die Ukraine,
c/o Kommunikation WBF; +41 58 462 20 07; info@gs-wbf.admin.ch
