Vom Feld und Stall auf den Teller: Agroscope richtet sein neues Arbeitsprogramm stärker auf Wirkung und Praxisnutzen aus
Bern, 20.01.2026 — Das Arbeitsprogramm 2026 bis 2029 von Agroscope greift die wichtigsten Herausforderungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft, insbesondere der landwirtschaftlichen Praxis auf. Im Fokus stehen sechs Schwerpunktthemen, die das Forschungsinstitut in 42 Forschungsprogrammen und rund 360 Projekten bearbeiten wird. Bereiche wie Pflanzenschutz, Pflanzenzüchtung, Anpassung an den Klimawandel und Wirtschaftlichkeit werden gestärkt.

Die inländische Nahrungsmittelproduktion sichern, Bauernfamilien ein faires Einkommen ermöglichen und die negativen Umweltwirkungen reduzieren: Dies sind wichtige Herausforderungen der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft. Mit seinem neuen Arbeitsprogramm 2026 bis 2029 will Agroscope einen Beitrag dazu leisten, diese und weitere Herausforderungen zu meistern und die Zielkonflikte der landwirtschaftlichen Produktion zu reduzieren.
Forschung vom Feld und Stall auf den Teller und zurück
Das neue Arbeitsprogramm fokussiert weiterhin auf sechs miteinander verknüpfte Schwerpunktthemen: Wettbewerbsfähige Produktion von Lebensmitteln, Landwirtschaft im Klimawandel, Schutz der natürlichen Ressourcen, agroökologische Produktionssysteme, wirtschaftliche und artgerechte Nutztierhaltung sowie eine nachhaltige und gesunde Ernährung. Zu diesen Schwerpunkten forscht Agroscope themenübegreifend im Gesamtsystem der Land- und Ernährungswirtschaft. Ziel ist es, Lösungen zu entwickeln, welche die Agrar- und Ernährungssysteme ökologisch, wirtschaftlich und sozial nachhaltiger gestalten.
Neuerungen gegenüber letztem Arbeitsprogramm 2022
Agroscope stärkt die Forschung in Bereichen mit grossen Herausforderungen wie beispielsweise bei der Anpassung an den Klimawandel, Wassereffizienz, dem Schutz der Kulturen insbesondere im Gemüse- und Ackerbau, der nachhaltigen Tierproduktion und bei der Reduktion von Nährstoffverlusten. Da die landwirtschaftliche Produktion für die Bauernfamilien sozial und ökonomisch nachhaltiger werden soll, wird auch die Forschung zu Wirtschaftlichkeit und Wertschöpfungen erweitert. Zudem hat das Parlament mehr finanzielle Mittel für den Pflanzenschutz und die Pflanzenzüchtung gesprochen, was diese besonders herausfordernden Themen mit zusätzlichen Forschungsprojekten stärkt.
Ausrichtung auf Wirkung und Praxisnutzen
Das Motto «Wir forschen mit und für die Bäuerinnen und Bauern» wird im neuen Arbeitsprogramm noch wichtiger. Es ist, konsequenter als bisher, auf den Nutzen für und die Wirkung in der landwirtschaftlichen Praxis ausgelegt – ohne die dafür notwendige Grundlagenforschung zu vernachlässigen. Jedes der 42 Forschungsprogramme behandelt ein spezifisches Thema, definiert Ziele und erwartete Wirkungen. Die Praxisrelevanz der Projekte und der Wissenstransfer werden durch eine starke Einbindung der Akteure aus Praxis, Bundesverwaltung, Beratung und Kantonen sichergestellt.
Umfassende Bedürfniserhebung
Das Arbeitsprogramm entstand in einem strukturierten Prozess mit zahlreichen Branchen, Verbänden, Organisationen und Interessensgruppen der Land- und Ernährungswirtschaft. Rund 70 Organisationen haben über 650 Anliegen eingereicht, die gemeinsam priorisiert wurden. Agroscope hat zudem übergeordnete Strategien des Bundesrats, Zukunftsvisionen für die Land- und Ernährungswirtschaft und die sich wandelnden gesellschaftlichen Anforderungen berücksichtigt.
Die Inhalte des neuen Arbeitsprogramms werden vom Agroscope-Rat positiv gewürdigt und unterstützt. Dieses beratende Gremium setzt sich aus Vertreterinnen und Vertretern der Verwaltung, Wissenschaft und landwirtschaftlichen Praxis zusammen.
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Video: «Agroscope stellt sein Arbeitsprogramm 2026–2029 vor»
