Attraktivität der Berufsbildung wird weiter gestärkt
Bern, 06.05.2026 — Die Berufsbildung in der Schweiz ist gut aufgestellt. Dies zeigt der Bericht «Attraktivität der Berufsbildung», der am 6. Mai 2026 vom Bundesrat gutgeheissen wurde. Die Berufsbildung muss aber gezielt weiterentwickelt werden, um ihre Attraktivität für Schulabgängerinnen und Schulabgänger langfristig zu sichern.
Die Berufsbildung ist ein zentraler Pfeiler des Schweizer Bildungssystems. Sie ermöglicht einem grossen Teil der Jugendlichen den Einstieg in den Arbeitsmarkt und eröffnet nachhaltige berufliche Perspektiven. Sie wird stark von der Wirtschaft getragen und geniesst national wie international einen hohen Stellenwert. Gleichzeitig steht die Berufsbildung im Wettbewerb mit anderen Bildungswegen und muss auf veränderte Präferenzen sowie gesellschaftliche und technologische Entwicklungen reagieren.
Vor diesem Hintergrund hat das Staatssekretariat für Bildung, Forschung und Innovation (SBFI) 2024 das Projekt «Attraktivität der Berufsbildung» lanciert. Analysen und Dialoge mit Wirtschaft, Kantonen und weiteren Partnern bestätigen die Stärken des Systems, zeigen aber auch Handlungsbedarf auf. Besonders relevant sind die Gewinnung leistungsstarker Jugendlicher, die Bedeutung eines Abschlusses auf Sekundarstufe II für die Integration in den Arbeitsmarkt, die Weiterentwicklung der höheren Berufsbildung sowie die zentrale Rolle der Lehrbetriebe.
Auf Basis dieser Erkenntnisse haben Bund, Kantone und Organisationen der Arbeitswelt am nationalen Spitzentreffen der Berufsbildung 2025 gemeinsame Stossrichtungen für die Weiterentwicklung festgelegt. Sie betreffen unter anderem die Stärkung der betrieblichen Bildung, die Weiterentwicklung der Berufsmaturität, den Einbezug von Digitalisierung und Künstlicher Intelligenz sowie die Optimierung des Berufswahl- und Laufbahnprozesses. Zusätzlich sollen regulatorische Fragen geklärt, die höhere Berufsbildung gestärkt und die Kommunikation zur Berufsbildung ausgebaut werden.
Die Umsetzung der entsprechenden Massnahmen erfolgt seit Anfang 2026 im Rahmen der Roadmap «Attraktivität der Berufsbildung», die Teil der Initiative «Berufsbildung 2030» ist. Sie bietet einen klar strukturierten und langfristigen Orientierungsrahmen. Die Tripartite Berufsbildungskonferenz begleitet die Umsetzung, während regelmässige Berichte eine kontinuierliche Standortbestimmung ermöglichen.
Mit dem Bericht in Erfüllung des Postulats 22.4202 von Nationalrat Philippe Nantermod und den eingeleiteten Massnahmen wird das Anliegen dieses Vorstosses umfassend erfüllt. Durch die Zusammenarbeit von Bund, Kantonen und Organisationen der Arbeitswelt wird sichergestellt, dass die Berufsbildung ihre zentrale Rolle im Schweizer Bildungssystem auch künftig wahrnehmen und an veränderte gesellschaftliche, wirtschaftliche und technologische Rahmenbedingungen angepasst werden kann.
Weiterführende Links:
https://www.sbfi.admin.ch/de/attraktivitaet-der-berufsbildung
